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Wie beeinflusse ich meine Karriere selbstgesteuert über Emotionen?
09. Oktober 2016 - 13:49, Naomi Bogerd
Möwe vor Sonnenuntergang
Am Arbeitsplatz läuft nicht immer alles rund. Durch Meinungsverschiedenheiten können Emotionen entstehen - wie zum Beispiel Hilflosigkeit oder Wut. Jeder Mensch geht anders mit Emotionen um. Diese zu regulieren, die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern und die Fremdwahrnehmung positiv zu beeinflussen, ist eine wahrhaft grosse und intensive Aufgabe.

Auswirkungen von negativen Gemütszuständen sind, um ein paar zu nennen: nachlassende Konzentration, höhere Fehlerquote, Stressanfälligkeit, Dünnhäutigkeit, schnellere Erschöpfung, müde sein, viel oder schlecht schlafen, nach der Arbeit nicht abschalten können, eine geringe Aufnahmefähigkeit oder Lustlosigkeit.

Diese Auswirkungen nehmen die Personen im nahen Umfeld - wie beispielsweise Mitarbeitende, vorgesetzte Personen, der Lebenspartner oder auch Kinder - wahr.

Wer nachhaltig seine Emotionen zu steuern weiss, wird daher auch einen dauerhauften positiven Einfluss nehmen auf seine eigene Zufriedenheit, Selbstliebe und auf seinen Berufserfolg.

Die Selbststeuerung von Emotionen kann man mittels kontinuierlichem Training verbessern. Mittels Reflexionen wird die Selbstwahrnehmung differenzierter erfasst. Dafür nimmt man sich gut 20 Minuten Zeit an einem ruhigen Ort, an dem keine Ablenkung lockt.

Ergründen Sie die erlebten Gefühle mit Neugierde, Freude und Interesse daran etwas von Ihren Gefühlen zu lernen.

  1. Emotionen zuerst benennen: Spürt man Traurigkeit, Ärger, Wut, Hass, Angst, Enttäuschung, Hilfslosigkeit, Wertlosigkeit, ...?
  2. Emotionen beschrieben: Wie äussern sich diese Emotionen bei Ihnen? Zieht sich Ihr Magen zusammen, gehen Sie Joggen, beginnen Sie laut zu werden, ...?
  3. Wirkung dieser Gefühle und Emotionen: Werden Sie dadurch aktiviert und arbeiten Sie mehr oder beschäftigen Sie sich mehrheitlich mit dem Problem? Oder können Sie sich nicht mehr auf die Arbeit konzentrieren und fühlen sich gelähmt oder sind sprachlos?
  4. Auslöser dieser Gefühle: Kann es sein, dass Ihr Vorgesetzter oder der Mitarbeiter etwas sachlich abgelehnt oder kritisiert hat und dies bei Ihnen einen wunden Punkt getroffen hat? Oder ist die vorgesetzte oder mitarbeitende Person nicht sachlich geblieben? Bitte seien Sie hier ehrlich mit sich selbst!
  5. Bedürfnis hinter den Emotionen: Welches Bedürfnis steckt hinter den Emotionen? Hören Sie in sich hinein. Hier ein paar Beispiele dazu: Das Gefühl Ärger gibt uns die Möglichkeit uns abzugrenzen. Das Gefühl Misstrauen lässt uns nochmals überprüfen. Angst und Ärger können ein Bedürfnis nach Liebe sein. Seelischer Schmerz kann eine Emotion sein, hinter der sich Angst, Ärger oder Scham stecken, was den Wunsch nach Schutz, Selbstbestimmung oder Sicherheit bedeuten kann. [Nach dem Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie: Motivation, Emotion und Selbststeuerung von Julius Kuhl].
  6. Lösungsstrategie: Nun werden die Strategien / Hypothesen erarbeitet und Sie überlegen, was bei sich selbst verändert werden kann um das festgestellte Bedürfnis zu stillen. Überlegen Sie sich auch, wie sich dadurch Ihr Handeln in einer gleichen oder ähnlichen Situation verändern wird.
  7. Handeln: Handeln Sie nun nach der erarbeiteten Lösungsstrategie und überprüfen Sie dies wöchentlich. Seien Sie zu Beginn nicht zu streng mit sich selbst, denn die Selbststeuerung von Emotionen können Sie nur mittels kontinuierlichem Training verbessern.
Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen!

Nützlicher Hintergrund:

Wer sich für dieses komplexe Thema interessiert und sich tiefgründiger damit auseinander setzen will: Buchtipp: Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie: Motivation, Emotion und Selbststeuerung von Julius Kuhl.

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Bildquelle: Naomi Bogerd / Instagram
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